Diese Villa des einst reichsten Mannes Amerikas hat eine tragische Titanic-Verbindung
Faszinierende Einblicke in Lynnewood Hall
Dieses neoklassizistische Meisterwerk gilt als eines der größten noch existierenden Herrenhäuser des Gilded Age, einer wirtschaftlichen Blütezeit Ende des 19. Jahrhunderts in den USA. Lynnewood Hall in Philadelphia zählte einst zu den schönsten Anwesen im Bundesstaat Pennsylvania, doch wegen einer tragischen Familiengeschichte verfiel die prächtige Villa. Hier schauen wir hinter die alte Fassade und verraten, was das Gebäude mit der Titanic und mit Geheimtunneln zu tun hat ...
Die Entstehung von Lynnewood Hall
Der Herr des Hauses
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Aus Trauer erbaut
Trotz seiner Pracht hatte das Herrenhaus, das hier auf einer Aufnahme von Fotograf Leland Kent von „Abandoned Southeast“ zu sehen ist, einen traurigen Anfang. Widener hatte seine Frau Hannah 1896 bei einem Unfall mit der Jacht der Familie vor der Küste von Maine verloren. In seiner Trauer zog Widener aus dem Stadthaus an der Broad Street in Philadelphia aus und schuf einen prächtigen Familiensitz auf dem Land. Allerdings war das Schiffsunglück nicht das einzige, das die Familie erleben sollte…
Entworfen von Architekt Horace Trumbauer
Große Ambitionen
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Ein Acht-Millionen-Dollar-Anwesen
Wie ein königlicher Palast
Seide, Samt und Gold
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Die Eingangshalle
Erhalten gebliebene Schönheit
Kunstvolle Architektur
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Außergewöhnliche Einrichtung
Die Erben von Lynnewood Hall
Die Verbindung zur Titanic
Widener war einer der Investoren des legendären Passagierschiffs RMS Titanic. 1912 hatten sein Sohn George, dessen Frau Eleanor und Sohn Harry, geplant, nach einem Familienurlaub in Europa auf der Jungfernfahrt des Schiffes nach Hause zu reisen. George soll an Bord eine luxuriöse Dinnerparty veranstaltet haben, um die Pracht des Schiffes (und die Investition seines Vaters) zu feiern. An der Veranstaltung nahm auch der Kapitän der Titanic, E.J. Smith, teil. Dieser verließ die Feier wegen einer Eisbergwarnung allerdings vorzeitig…
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Die Titanic-Katastrophe
Ein Haus der Kunst
Der Prachtraum des Hauses
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Die Kunstgalerie
Die Kunstsammlung
Von 1915 bis 1940 konnte die spektakuläre Sammlung nach Vereinbarung besichtigt werden. 1940 stiftete Joseph Widener der National Gallery of Art in Washington mehr als 2.000 Werke, darunter Skulpturen, Gemälde und Porzellanwaren. Der Wert der Sammlung betrug damals 19 Millionen US-Dollar.
Die Gärten von Gréber
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Die Gärten von Gréber
Beginn des Verfalls
Der erste Eigentümerwechsel
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Ausverkauf der Schätze
Der Nation gestiftet
Eine Kopie der Kunstgalerie
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Die Kunstgalerie heute
Leere Räume
Der Ballsaal heute
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Die Badezimmer
Auf diesem Bild ist eines der 20 Badezimmer des Hauses zu sehen. Zwar ist der Raum inzwischen etwas verfallen, doch könnte er mit ein wenig Zuwendung wieder in altem Glanz erstrahlen.
Die Schlafzimmer
Relikte von damals
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Architektonisches Meisterwerk
Auf dem Instagram-Account von Lynnewood Hall werden immer wieder faszinierende Bilder und Geschichten des Gebäudes geteilt. Auf diesen beiden Aufnahmen kommen die kunstvollen Details des Anwesens zum Vorschein, sei es das schmiedeeiserne Treppengeländer mit seinen eleganten Schnörkeln oder aber die Pracht der Eingangshalle.
Kampf um den Erhalt von Lynnewood Hall
Die Größe dieses Salons mit seinen Stuckdecken kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Villa in einem schlechten Zustand befindet. 2003 wurde Lynnewood Hall in eine Denkmalliste aufgenommen, die sich für den Erhalt historischer Gebäude in Philadelphia einsetzt. Zudem versucht eine Kampagne das alte Anwesen zu retten, das heute zu den größten historischen Gebäuden in den Vereinigten Staaten zählt. Wegen seiner außergewöhnlichen Architektur wird es auch als „das letzte Versailles der USA“ bezeichnet.
Das ehemalige Schwimmbad
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Der Geheimtunnel
Der Geheimtunnel
Der Tunnel verzweigt sich in mehrere Richtungen, vermutlich zum Kutschen- und zum Pförtnerhaus des Anwesens. Bei seiner Besichtigungstour bekam Fotograf Kent nur wenige Meter der Geheimgänge zu sehen, die sich in einem sehr schlechten Zustand befinden. Der Schutt zeigt deutlich, dass sich hier seit Langem niemand mehr durchgewagt hat.
Die vielen Verkaufsversuche
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Pläne unbekannt
Neue Hoffnung für Lynnewood Hall
Es gibt aber neue Hoffnung für das historische Herrenhaus. Seit Kurzem setzt sich eine neue Stiftung für den Erhalt von Lynnewood Hall ein. Ziel der sogenannten Lynnewood Hall Preservation Foundation ist es, das Gebäude zu erwerben und seinen früheren Glanz wiederherzustellen. Dafür haben sich Privatpersonen aus ganz Amerika zusammengeschlossen.
Neue Stiftung setzt sich für Erhalt ein
Die Lynnewood Hall Preservation Foundation arbeitet nach eigenen Angaben eng mit dem Eigentümer des Herrenhauses zusammen, der den Mitgliedern demnach regelmäßig Zutritt zum Grundstück und Gebäude gewährt. Bei ihren Besuchen halten die Freiwilligen der Stiftung fest, was renoviert werden muss, und führen wichtige Instandhaltungsarbeiten durch. Wie viel Geld für die Restaurierung benötigt wird, hat die Stiftung noch nicht festgelegt. Doch sind die Mitglieder der Meinung, dass Lynnewood Hall sehr wohl restauriert werden kann und keine Ruine ist.
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Geheimzimmer entdeckt
Noch immer verbirgt das alte Herrenhaus viele Geheimnisse. Bei ihrer Bestandaufnahme ist die Stiftung bereits auf einige erstaunliche Überraschungen gestoßen. So kamen in der Nähe der Schlafzimmer etwa 14 versteckte Safes zum Vorschein. Und sogar ein Geheimzimmer beherbergt Lynnewood Hall, das nicht auf dem Originalgrundriss verzeichnet ist. Gut möglich, dass im Zuge der weiteren Restaurierungsarbeiten noch viele weitere Entdeckungen in dem großen Gemäuer gemacht werden...
Investoren gesucht
Die Stiftung ist auf der Suche nach „denkmalbewussten Investoren“, um die Restaurierung zu finanzieren. Um das Anwesen auf nationaler Ebene zu schützen, arbeiten die Mitglieder außerdem daran, Lynnewood Hall auf die amerikanische Denkmalliste „National Register of Historic Places“ zu setzen. Eines ist allerdings sicher: Für den Erhalt des alten Herrenhauses wird eine erhebliche Summe Geld benötigt. Experten schätzen, dass eine Renovierung etwa 50 Millionen US-Dollar kosten würde. Geschichte hat eben ihren Preis.
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