Auf kleinstem Raum: So beengt leben die Einwohner dieser Weltmetropole
Einblicke in Hongkonger Wohnungen
Hongkong zählt zwar zu den wohlhabendsten Metropolen der Welt, doch hat die ehemalige britische Kolonie in China mit extremer Wohnungsnot zu kämpfen. Mehr als sieben Millionen Einwohner auf nur rund 1.100 Quadratkilometern unterzubringen, erfordert außergewöhnliche Maßnahmen – die zum Teil schockieren. Sehen Sie hier, wie die Ärmsten in einer der teuersten und überfüllten Städte der Welt in winzigen Sargzimmern und Wohnkäfigen leben müssen und wie moderne WGs die Wohnungsnot beheben sollen …
Eine der teuersten Städte weltweit
Zuletzt führte Hongkong immer wieder die Liste der teuersten Städte der Welt an, vor allem in Bezug auf den Immobilienmarkt. Laut dem aktuellen „Global Living“-Bericht des Immobilienunternehmens CBRE beträgt der Durchschnittspreis für ein Eigenheim in Hongkong mehr als 1,3 Millionen US-Dollar (1,1 Mio. Euro). Da die Nachfrage nach Wohnraum das Angebot bei Weitem übersteigt, sind die Preise in ungeahnte Höhen geschossen.
Hongkongs Landmangel
Sponsored Content
Wohnungsmarkt für Superreiche
Preise auf Rekordniveau
Im Februar 2021 wurde eine Luxuswohnung im Wohnprojekt 21 Borrett Road von CK Asset Holdings für 59 Millionen US-Dollar (49,5 Mio. Euro) verkauft. Bei einer Wohnfläche von knapp 314 Quadratmetern entspricht der Quadratmeterpreis damit mehr als 157.600 Euro – ein neuer Rekord auf dem asiatischen Immobilienmarkt. Der vorherige Rekord hatte bei einem Quadratmeterpreis von 149.100 Euro gelegen, als im November 2017 ein Haus mit vier Schlafzimmern für knapp 150 Millionen US-Dollar (126 Mio. Euro) verkauft worden war.
Die Aussicht kostet
Sponsored Content
Teuer und exklusiv
Kleinere Luxuswohnungen gefragt
Hongkongs Mikrowohnungen
Sponsored Content
Miniwohnungen mit Luxusdesign
Cleveres Layout
So wohnen Hongkongs Berufsanfänger
Sponsored Content
So wohnen Hongkongs Berufsanfänger
Immer mehr Hochhäuser
Das Leben übereinander
Sponsored Content
So beengt wie in einem Sarg
Hongkongs Sargzimmer
Hongkongs Sargzimmer
2016 arbeitete die Hongkonger Menschenrechtsorganisation SoCO (Society for Community Organization) mit dem Fotografen Benny Lam zusammen, um die Probleme des Immobilienmarktes der Stadt an die Öffentlichkeit zu tragen. Zwischen 2012 und 2015 hatte Lam schockierende Bilder von den Lebensbedingungen in Hongkong aufgenommen.
Sponsored Content
Hongkongs Sargzimmer
Hongkongs Wohnkäfige
Hongkongs Wohnkäfige
Sponsored Content
Hongkongs Wohnkäfige
Hier entspannt ein älterer Bewohner auf seinem Etagenbett, das von der Menschenrechtsorganisation SoCO gespendet wurde. Schätzungen zufolge leben immer noch etwa 1.000 Menschen in diesen menschenunwürdigen Verhältnissen in alten Mietskasernen, während sich Hongkongs Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert. Diese fast unwirtliche Situation hat sich in der Corona-Krise noch einmal verschärft, da es unter diesen beengten Lebensbedingungen fast unmöglich ist, auf Abstand zu gehen.
Hongkongs Wohnkäfige
Hongkongs Wohngemeinschaften
Mit anderen Menschen zusammen zu wohnen, ist eine gängige Praxis. Sogar Banker nehmen sich inzwischen ein Beispiel an Studenten und bewerben sich für Neubauwohnungen in der Stadt, die in der Regel mit drei bis vier Personen geteilt werden. Laut Keith Wong, Mitbegründer der Synergy Biz Group, ist das Wohnprojekt besonders für junge Beschäftigte im Finanzsektor attraktiv, sowohl aus finanziellen als auch sozialen Gründen. Die Doppelstockbetten sind als Privateinheiten mit eigenem Stauraum angelegt, der Rest wird gemeinschaftlich genutzt.
Sponsored Content
Hongkongs Wohngemeinschaften: Bibliotheque
Hongkongs Wohngemeinschaften: Bibliotheque
Laut der Architektin Addie Cheng habe der Gemeinschafts- und Spaßgedanke bei der Gestaltung der Räume eine wichtige Rolle gespielt: „Jede Etage soll ein anderes Thema verkörpern, von Design über Kochen, Film und Mode bis hin zu Sport. So wie in einer Bibliothek.“
Hongkongs Wohngemeinschaften: Mini Ocean Park
Sponsored Content
Hongkongs Wohngemeinschaften: Mini Ocean Park
Hongkongs Wohngemeinschaften: Mini Ocean Park
Hongkongs Wohngemeinschaften: Mini Ocean Park
Die sogenannten „Nano Flats“, die teuersten Zimmer im Angebot, verfügen sogar über Meerblick und können von zwei Personen bewohnt werden. Eine günstigere Option ist das Gemeinschaftszimmer. Für die Vermieter zahlt sich das Wohnmodell aus, da sie mehr Mieteinnahmen als zuvor durch den ehemaligen Luxusbau haben.
Sponsored Content
Hongkongs Wohngemeinschaften: Campus
Hongkongs Wohngemeinschaften: Campus
Hongkongs Wohngemeinschaften: Campus
Sponsored Content
Hongkongs Wohngemeinschaften: Campus
Damit ein Gemeinschaftsgefühl in der WG aufkommt, bemüht sich Campus um gemeinsame Aktivitäten und organisiert Gruppenveranstaltungen wie etwa Filmabende oder Bootsausflüge. Das zieht normalerweise auch Reisende aus anderen Ländern an, die für ein authentisches Erlebnis in Hongkong gerne in der WG übernachten.
Mehr zur Kluft zwischen Arm und Reich: Diese Bilder schockieren