12 schaurig-schöne Geisterstädte, in denen niemand wohnen will
Verlassene Siedlungen, die zu Ruinen verkommen
Luxusruinen von Shenyang, China
Im Nordosten Chinas steht diese Siedlung halbfertiger Luxusvillen einsam und verlassen da. In die geplanten Millionenhäuser bei Shenyang sollten einst die Superreichen des Landes einziehen, nur kam es nie dazu. Das Bauprojekt wurde plötzlich eingestellt und sich selbst überlassen. Längst hat Mutter Natur in den Gebäuden Einzug gehalten und Bauern haben sich dazwischen mit ihren Feldern und Rinderherden angesiedelt. Doch wie konnte es so weit kommen?
Luxusruinen von Shenyang, China
Im Jahr 2010 begann der chinesische Immobilienriese Greenland Group mit dem Bau der „State Guest Mansions“, einer Siedlung aus 260 luxuriösen Wohneinheiten, die für Chinas Millionäre gedacht war. Doch nur zwei Jahre später wurden die Pläne auf Eis gelegt und die Villen, die an kleine Schlösser erinnern, dem Verfall überlassen. „Diese [Häuser] waren Millionen wert – aber nicht eins davon hat einen Käufer gefunden“, sagte ein örtlicher Bauer der Nachrichtenagentur AFP. „Sie wurden nicht für Normalverdiener gebaut.“
Sponsored Content
Luxusruinen von Shenyang, China
Als mit dem Bau begonnen wurde, befanden sich Chinas Wirtschaft und der Immobiliensektor im Aufschwung. Doch mit dem Machtantritt von Präsident Xi Jinping im Jahr 2012 verstärkten sich die Bemühungen, der Korruption in Regierungskreisen ein Ende zu setzen. Das führte dazu, dass weniger Menschen ihren Reichtum offen zur Schau stellten. Wie auf diesen Fotos vom März 2023 zu erkennen ist, liegt das Bauvorhaben wortwörtlich in Ruinen. Von den riesigen Kronleuchtern über die Marmorböden bis hin zu den kannelierten Säulen – es ist offensichtlich, dass ein enormer Aufwand betrieben wurde, um die Villen zu errichten. Inzwischen wirken die verlassenen Räume aber vor allem unheimlich.
Luxusruinen von Shenyang, China
Mit Präsident Xi an der Macht wurde die Finanzierung von Immobilienprojekten gestrichen, so auch in den Hügeln von Shenyang. Bereits vorhandene Pläne wurden nicht weiter ausgeführt und halbfertige Bauvorhaben eingestellt. Da seit 2020 zudem die überhöhte Aufnahme von Krediten in China verboten ist, ist die Nachfrage nach luxuriösen Häusern weiter gefallen. Seitdem übersäen zahlreiche Geisterstädte die Landschaft. Einem AFP-Bericht zufolge wurden bis Juni 2022 fast vier Prozent der Wohnungsbauprojekte in China nach der Hälfte der Bauzeit aufgegeben.
Luxusruinen von Shenyang, China
Das Aus der Luxusvillen bei Shenyang hat sich jedoch zum Vorteil für die Einheimischen entwickelt. Landwirte haben der leicht gespenstisch anmutenden Siedlung neues Leben eingehaucht, wenn auch anders als geplant. Die Bauern sind mit ihrem Vieh in die Geisterstadt gezogen, haben Felder zwischen den Bauruinen angelegt und bauen darauf Gemüse an, das sie mithilfe eines künstlichen Sees in der Nähe bewässern. Zwischen den Geistervillen grasen nun Kühe und Hühner legen ihre Eier. In den Garagen, die eigentlich für die Unterbringung von teuren Sportwagen gedacht waren, stapeln sich Heuballen und landwirtschaftliches Gerät. Solange es wenig Hoffnung gibt, dass das Projekt jemals fertiggestellt wird, können die Landwirte den vielleicht ungewöhnlichsten Bauernhof der Welt weiter nutzen.
Sponsored Content
UFO-Häuser von Sanzhi, Neu-Taipeh, Taiwan
UFO-Häuser von Sanzhi, Neu-Taipeh, Taiwan
UFO-Häuser von Sanzhi, Neu-Taipeh, Taiwan
Sponsored Content
UFO-Häuser von Sanzhi, Neu-Taipeh, Taiwan
Sanatorio de Abona, Teneriffa, Spanien
Sanatorio de Abona, Teneriffa, Spanien
Sponsored Content
Sanatorio de Abona, Teneriffa, Spanien
Sanatorio de Abona, Teneriffa, Spanien
Glenrio, New Mexico und Texas, USA
Sponsored Content
Glenrio, New Mexico und Texas, USA
Glenrio, New Mexico und Texas, USA
Glenrio, New Mexico und Texas, USA
Sponsored Content
Wittenoom, Pilbara, Australien
Wittenoom, Pilbara, Australien
Wittenoom, Pilbara, Australien
Sponsored Content
Wittenoom, Pilbara, Australien
Tyneham, Dorset, England
Tyneham, Dorset, England
Sponsored Content
Tyneham, Dorset, England
Tyneham, Dorset, England
New Idria, Kalifornien, USA
Eingebettet in eine ausgetrocknete Schlucht im kalifornischen San Benito County befindet sich der Ort New Idria. Die Geisterstadt ist ein relativ junges Relikt vergangener Tage. Ein paar wackelige Blechhütten sind alles, was von der ehemaligen Bergarbeitersiedlung, die in den 1970er-Jahren aufgegeben wurde, noch übrig ist.
Sponsored Content
New Idria, Kalifornien, USA
New Idria, Kalifornien, USA
New Idria, Kalifornien, USA
Sponsored Content
Craco, Matera, Italien
Craco, Matera, Italien
Craco, Matera, Italien
Sponsored Content
Craco, Matera, Italien
Die atemberaubende Umgebung von Craco ist sogar in einigen Hollywood-Blockbustern zu sehen, so zum Beispiel in „Die Passion Christi“ und dem James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“. Bis heute umgibt den Ort ein mystischer Charme – in der Kirche San Nicola etwa ist noch zu erahnen, wie prächtig das Dorf einst gewesen sein muss.
Burj Al Babas, Provinz Bolu, Türkei
Auf halbem Weg zwischen Istanbul und Ankara befindet sich in einer ländlichen Bergregion der Türkei diese Geisterstadt, die ein ziemlich surrealer Anblick ist. Hunderte von Mini-Schlössern, die sich in verschiedenen Stadien der Fertigstellung befinden, sind in einem totenstillen Tal zu sehen, seitdem den Investoren das Geld ausgegangen ist.
Burj Al Babas, Provinz Bolu, Türkei
Sponsored Content
Burj Al Babas, Provinz Bolu, Türkei
Nach seiner Fertigstellung sollte der Komplex aus 732 Villen, einem Einkaufszentrum, einem Kino, mehreren Restaurants und Fitnesseinrichtungen bestehen. Die dreistöckigen Häuser mit Türmchen und Balkonen, die an „Aschenputtel“ erinnern, sind zwischen 330.000 bis 420.000 Euro wert.
Burj Al Babas, Provinz Bolu, Türkei
Hinter dem 170-Millionen-Euro-Komplex ist noch immer die verlassene Baustelle zu sehen. Die Baufirma soll inzwischen allerdings die Hälfte ihrer Schulden abgeschrieben haben. Und so hofft der stellvertretende Vorsitzende der Sarot Group, Mezher Yerdelen, nun einem Bericht der Zeitung „Hurriyet“ zufolge, dass das Projekt doch noch zeitnah fertiggestellt werden kann. Bleibt abzuwarten, ob die Märchensiedlung doch noch ihr Happy End bekommt…
Skrunda-1, Raņķi Parish, Lettland
Sponsored Content
Skrunda-1, Raņķi Parish, Lettland
Skrunda-1, Raņķi Parish, Lettland
Die Zukunft von Skrunda-1 sieht jedoch positiv aus. 2015 kaufte die lettische Regierung die Geisterstadt für rund 11.500 Euro einem privaten Unternehmen ab. Ein neuer Entwicklungsplan sieht vor, dass die Siedlung zu einer Hälfte zu militärischen Übungszwecken genutzt wird und zur anderen neue Mietswohnungen gebaut werden. Nach mehr als 20 Jahren Leerstand würde dann wieder Leben in Skrunda-1 einkehren.
Skrunda-1, Raņķi Parish, Lettland
Skrunda-1 zählt zu rund 40 geheimen Siedlungen, die die Sowjets auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges errichteten. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 gerieten die kommunistischen Gebäude jedoch in Vergessenheit und verfielen. Die letzten Einwohner verließen 1999 ihre Wohnungen, seitdem ist die Siedlung vollkommen verwaist. In einigen Räumen liegen allerdings noch immer Fotos, Kleidung, Möbel, Zeitungen und Kinderspielzeug der früheren Bewohner verteilt.
Sponsored Content
Centralia, Pennsylvania, USA
Centralia, Pennsylvania, USA
Centralia, Pennsylvania, USA
Sponsored Content
Centralia, Pennsylvania, USA
Centralia, Pennsylvania, USA
Centralia, Pennsylvania, USA
Hier ist ein CO2-Abzug zu sehen, der die unterirdischen Dämpfe ableitet. Die verbliebenen Einwohner behaupten, die Luftqualität in Centralia sei nicht schlechter als in der nahe gelegenen Großstadt Lancaster. Sie sehen ihre Häuser nicht in unmittelbarer Gefahr durch den Brand und wollen bleiben.
Entdecken Sie jetzt die vergessene urdeutsche Geisterstadt im Wüstensand